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27.11.2010 - 10:31 Uhr | News | Quelle: Eigener Bericht
Frankfurterinnen wollen Siegesserie fortsetzen

©FCR 01 Duisburg
Die von der Spitze gestürzten "Turbinen" empfangen ebenfalls am Sonntag (14 Uhr) im heimischen Karl-Liebknecht-Stadion mit dem Herforder SV nicht nur einen Aufsteiger, sondern auch den wahrscheinblich ersten Absteiger. Trotz einiger guter Spiele haben die Herforderinnen erst einen Punkt auf ihrem Konto. Nur eine Siegesserie kann die Ostwestfalinnen, die bereits zwölf Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz aufweisen, noch retten. Dass diese Serie ausgerechnet beim Meister und Champions-League-Sieger Potsdam gestartet werden kann, ist nicht zu erwarten - auch wenn die Herforderinnen als motivierter Aufsteiger es den Brandenburgerinnen im Hinspiel sehr schwer gemacht hatten: Am Ende siegte die Mannschaft von Trainer Bernd Schröder nur knapp mit 2:1.
Nun allerdings stehen die Vorzeichen anders: Herford unterlag Wolfsburg am vergangenen Wochenende 0:8, und es hatte den Anschein, als hätten sich die Spielerinnen des Schlusslichts aufgegeben. Potsdam sinnt hingegen auf Wiedergutmachung nach der 1:4-Niederlage gegen den 1. FFC Frankfurt und dem Verlust der Tabellenführung. Da mag Herford gerade recht kommen, um in die Spur zurückzufinden. "Wir müssen uns voll auf die vor uns liegenden Aufgaben konzentrieren und unsere Hausaufgaben machen", zitiert die Homepage der Turbine Trainer Bernd Schröder.
Das Spitzenspiel startet morgen in Duisburg, wo der FCR bereits um elf Uhr den FC Bayern München empfängt (live auf DFB-TV). Es ist fast genau ein Jahr her, als die Bayern zum letzten Gastspiel im PCC-Stadion antraten – und mit einer satten 0:7-Niederlage nach Hause geschickt wurden. FCR-Trainerin Martina Voss-Tecklenburg weiß: „So ein Ergebnis wird es nicht wieder geben, auch nicht annähernd.“ Schließlich sind die Löwinnen in dieser Saison von großem Verletzungspech verfolgt: Zwar hat sich gerade Linda Bresonik zurückgemeldet, doch fehlen weiter die Langzeitverletzen Krahn, Hegering, Roelvink und Kayikci sowie inzwischen auch Stefanie Weichelt. Zudem muss Torhüterin Uschi Holl weiterhin passen. Und seit Donnerstag droht noch ein prominenter Ausfall, Inka Grings (Foto). Voss-Tecklenburg hat mit ihrer Spielführerin nach dem Länderspiel gegen Nigeria gesprochen, kann aber noch keine genaue Prognose stellen: „Sie hat sich bei ihrem Weitschusstor ein wenig verletzt, wir können noch nicht sagen, ob sie am Sonntag spielen kann.“ Die Kapitänin hat aber absolutes Vertrauen in ihr Team: „Die Truppe weiß, worum es geht, ich bin sehr optimistisch für Sonntag.“
Das sind die Fans offenbar auch: Die hervorradende Leistung beim 5:1-Sieg in Hamburg hat die Zuschauer mobilisiert. Bis Dnnerstag wurden schon 1100 Karten im Vorverkauf abgesetzt. Da die Wetterprognosen relativ gut sind (zwar klirrend kalt, aber überwiegend trocken), hofft der FCR auf einen Saison-Rekordbesuch. Dieser liegt bei 2125 Besucher (gegen Potsdam).
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