30.06.2026 - 22:00 Uhr | News | Quelle: sd | von: Michael Paral
Halbfinal-Einzug vertagt - Krumme hält Punkt gegen Polen fest

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©IMAGO
Das deutsche U19-Nationalteam muss noch auf den Einzug ins Halbfinale warten. Im zweiten Gruppenspiel traf das Team von Melanie Behringer auf Polen, und musste sich mit einem 1:1-Unentschieden begnügen.

Ausgeglichener Start unter Monsun-ähnlichen Bedingungen

Unter rabenschwarzem Himmel wurde die Partie im Asim Ferhatovic Hase Stadium angepfiffen. Die erste Chance gehörte den Polen nach etwas mehr als einer Minute. Den Schuss von Lena Świrska konnte Torfrau Janne Krumme jedoch ohne Probleme entschärfen. Nur wenig später musste Krumme sich bereits zum zweiten Mal auszeichnen. Die Polinnen zeigten sich von Beginn an giftig und waren in der Anfangsphase das gefährlichere Team. Während Deutschland langsam besser ins Spiel kam, brach über dem Spielfeld und den Rängen ein regelrechter Sturm herein. Die mitgereisten Fans beider Teams suchten Schutz unter dem einzigen winzigen Dach des Stadions.

Auf dem Rasen zeigten beide Teams trotz heftigen Regens vollen Einsatz, ohne wirklich große Gefahr auszustrahlen. Die besseren Chancen hatten aber nach wie vor die Polen, die besonders über die Flügel oft in den Strafraum eindrangen. Auf den ersten Abschluss der DFB-Elf mussten die Fans 25 Minuten warten. Der Schuss von Felicia Sträßer verfehlte das Tor jedoch deutlich. Wenig später kam Emma Memminger aus etwa 18 Metern zum Abschluss, jedoch ebenfalls erfolglos. Das Team von Melanie Behringer riss das Spiel jetzt schrittweise an sich.

Der Schock nach einer halben Stunde

Dann jedoch der Paukenschlag in der 33. Spielminute. Nach einem Eckball kam Oliwia Związek frei zum Kopfball und nickte ohne Abwehrchance für Krumme zum 1:0 für Polen ein. Die Führung ging zu diesem Zeitpunkt auch in Ordnung. Die Deutschen ließen sich jedoch nicht beeindrucken und übernahmen wieder das Spiel. Fünf Minuten vor der Pause fiel ein Eckball von Tessa Zimmermann direkt an die Latte. Kurz vor der Pause konnte Torfrau Krumme im eins gegen eins mit Emilia Sobierajska noch Schlimmeres verhindern. Es blieb eine unglückliche erste Halbzeit für Schwarz-Rot-Gold.

Nach der Pause hat sich auch das Wetter wieder ein wenig beruhigt. Mit den neuen Bedingungen kam auch neue Energie ins deutsche Team. Zimmermann hatte wenige Minuten nach Wiederanpfiff die große Chance auf den Ausgleich. Ihr Abschluss fiel allerdings nicht präzise genug aus und stellte keine Probleme für Torfrau Julia Woźniak dar. Wenige Sekunden darauf dann die große Chance für Polen auf 2:0 zu stellen. Janne Krumme kann sich aber erneut auszeichnen. Die 19-Jährige im deutschen Tor machte ein richtig gutes Spiel.

Deutschland wacht auf

Es ging nun ständig hin und her. Der nächste Abschluss gehörte wieder der DFB-Elf. Der Distanzschuss von Helen Börner konnte aber erneut stark pariert werden.

Nach 57 Minuten dann endlich die Erlösung! Zimmermann setzte ihren Schuss perfekt und unhaltbar in die lange Ecke. Die 18-jährige Spielerin von Eintracht Frankfurt sorgte mit ihrem dritten Treffer in der U19 für lautstarken Jubel bei den mitgereisten Fans. Der Ausgleich war inzwischen mehr als verdient.

Trotzdem blieb es ein wirklich ausgeglichenes Spiel. Polen fand immer wieder Möglichkeiten das deutsche Aufbauspiel zu stören und selbst zu guten Gelegenheiten zu kommen. Die Einwechslung von Paula Rintzner zeigte ebenfalls Spuren. Die Torschützin aus dem ersten Spiel sorgte für viel Schwung und und konnte selbst immer wieder gute Akzente setzen.

Krumme sei Dank!

Die wohl wichtigste Person am Feld blieb jedoch Janne Krumme. Die Torfrau entschärfte einen grandios getretenen Freistoß von Krystyna Flis und hielt Deutschland damit in der Partie. Auch weiterhin konnte sich die 19-Jährige mehrmals auszeichnen und Sicherheit ausstrahlen. Beide Teams kamen immer wieder gefährlich vors Tor. Auf beiden Seiten wollte der Treffer aber einfach nicht fallen. Das Spiel hätte gut und gerne auch 3:3 enden können. Das Unentschieden geht definitiv in Ordnung. Polen konnte im Vergleich zum Spiel gegen Schweden eine klare Steigerung hinlegen.

Der Einzug ins Halbfinale ist somit vertagt. Im letzten Gruppenspiel gegen die bereits fix qualifizierten Schwedinnen würde ein Sieg die direkte Qualifikation bedeuten. Bei einem Unentschieden müsste Deutschland auf das Ergebnis im Parallelspiel der Polinnen gegen Bosnien und Herzegowina warten und hoffen, dass man die bessere Tordifferenz hat. Bei einer Niederlage müsste das deutsche Team auf Schützenhilfe aus Bosnien hoffen.

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