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06.07.2026 - 15:00 Uhr | News | Quelle: sd | von: Almedina Hadžifejzović
Korina Janež: „Der Unterschied liegt am Ende im Kopf“

©1. FC Union Berlin
Soccerdonna: Du bist, Korina, eine der vielversprechendsten jungen Fußballerinnen in der Bundesliga. Was meine Aufmerksamkeit besonders erregt hat, ist, dass du mit gerade einmal 18 Jahren von ŽNK Radomlje zu RB Leipzig gewechselt bist. So einen Karrieresprung zu schaffen, ist wirklich auf einem geneidenswerten Niveau. Erzähl mir, wie alles angefangen hat und woher diese ganze Leidenschaft für den Fußball kommt?
Korina Janež: Um ehrlich zu sein, hat die Leidenschaft für den Fußball ziemlich früh angefangen. Es begann mit der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika, als alle diese Panini-Sticker gesammelt haben. Dann habe ich angefangen, Barcelona zu verfolgen, meinen Lieblingsverein. Irgendwie hat sich die Liebe zum Sport einfach weiterentwickelt. Es hat mir einfach Spaß gemacht, Fußball mit meinen Freunden und meiner Familie zu schauen. Ich glaube, 2015 – was eigentlich ziemlich spät ist – habe ich dann angefangen, in einem Verein hier in Slowenien Fußball zu spielen, und mich irgendwie entschieden, Profi zu werden. Ich wollte das schon sehr früh, denn als ich in der U15-Nationalmannschaft was, wurde mir klar, dass das etwas ist, das ich mein ganzes Leben lang machen möchte – etwas, das mir Spaß macht und das mir das Reisen ermöglicht. Das bedeutete mir so viel, dass ich mich entschied, den Sprung in den internationalen Fußball zu wagen. Damals war das Niveau im Fußball noch nicht so hoch, aber ich musste trotzdem viermal so viel trainieren. Ich habe jeden Tag trainiert und alles dafür gegeben. Mit etwas Glück hat es dann mit dem Wechsel nach Leipzig geklappt, wo mir der Durchbruch gelang.
Soccerdonna: Wann hast du gemerkt, dass Fußball für dich kein reines Hobby mehr ist, sondern ein Ziel, das ernsthafte Opfer erfordert – wo es nicht mehr nur ums Spielen geht, sondern auch darum, deine mentale und physische Stärke aufzubauen?
Korina Janež: Das wurde mir ziemlich früh klar, ich denke, in der U15-Nationalmannschaft. Zum ersten Mal habe ich mit Spielerinnen zusammengespielt, die zwei Jahre älter waren als ich. An ihnen habe ich gesehen, wie gut die Spielerinnen auf internationalem Niveau sind und wie hart es ist. Ich habe viel trainiert und mich in meiner Karriere auch stark auf die mentale Weiterentwicklung und das mentale Lernen fokussiert. Ich habe die Trainer immer gefragt, ob ich zusätzliche Übungen machen oder mehr Spielanalysen bekommen könnte, und wir haben das dann durchgesprochen. Mit 16 habe ich mich entschieden, viel intensiver ins Fitnessstudio zu gehen, um meine körperliche Stärke aufzubauen. Ich habe zwei Jahre lang nur dem Training gewidmet und schätze, dass ich etwa 9 bis 10 Mal pro Woche trainiert habe. Das war extrem viel. Das war der Moment, in dem ich mir sagte: Okay, wenn ich das ganz durchziehen will, muss ich alles geben.
Soccerdonna: Natürlich ist es für keinen Athleten einfach, die schulischen Pflichten mit den Trainingsanforderungen zu vereinbaren, und es erfordert den Verzicht auf einen Teil der Kindheit. Wie hast du es geschafft, alles unter Kontrolle zu halten, und gab es Momente, in denen du dein Ziel aufgeben wolltest?
Korina Janež: Es war hart, aber ich war einfach so auf mein Ziel fokussiert. Ich hatte das Glück, dass es in Slowenien ein großartiges System gab, das ich so aus anderen Ländern nicht kenne, weil Slowenien so klein ist. Wir haben ein Trainingslager, das direkt mit der Schule verbunden ist. Man kann zur Schule gehen und entweder ein Gymnasium oder eine spezialisierte Schule wählen. Ich war auf einem Gymnasium, das sehr sportorientiert war, wodurch die Zeitfenster besser koordiniert werden konnten. So habe ich vor und nach der Schule trainiert. Weil alles am selben Ort war, fiel es mir viel leichter, das alles zu bewältigen. Aber natürlich war es hart: Ich bin jeden Tag um sechs Uhr morgens aufgestanden und ging vielleicht erst um Mitternacht ins Bett. Das war ein hartes Tempo, aber ich habe mir immer wieder gesagt: Okay, das ist mein Ziel. Ich möchte eine gute Ausbildung haben und die Schule ordentlich abschließen, aber gleichzeitig meinen Traum verfolgen. Ich denke, wenn man sich einer Sache zu 100 % verschreibt, ist alles möglich. Bei mir war das jedenfalls so.
Soccerdonna: Im Jahr 2015 hast du deine Jugendkarriere bei ŽNK Krim begonnen, was eine Sensation und ein wichtiges Sprungbrett für deine Karriere war. Mich interessiert jedoch, wie sehr du dich an diesem Punkt an neue Herausforderungen im Training, bei der mentalen Stärke und der Entscheidungsfindung in entscheidenden Momenten anpassen musstest, da auf diesem Niveau mehr von dir erwartet wird?
Korina Janež: Um ehrlich zu sein, habe ich ganz am Anfang mit Jungs und Mädchen zusammengespielt und in diesem frühen Alter ging es mir nur darum, den Fußball zu genießen. Ich habe einfach die Liebe zum Ball und zum Team genossen. Damals habe ich mir noch nicht so viele Gedanken gemacht. Aber zwei Jahre vor meinem Wechsel nach Deutschland habe ich beschlossen, mich mental anzupassen und wirklich darüber nachzudenken, was ich vor meinem Wechsel noch lernen muss. Ich hatte immer den Plan, ins Ausland zu gehen. Zwei Jahre vor dem Wechsel sagte ich mir: Okay, du musst extrem viele Fähigkeiten lernen, sowohl im taktischen Bereich als auch bei der mentalen Anpassung – einfach alles. Das war auch der Grund, warum ich im letzten Jahr vor meinem Wechsel nach Deutschland den Verein gewechselt habe. Ich sagte mir: Okay, du warst die ganze Zeit bei ŽNK Krim, du musst jetzt vielleicht ein anderes Training, einen anderen Trainer und ein anderes Vereinssystem kennenlernen, damit du dich in Deutschland leichter anpassen kannst. Ich denke, das war ein sehr wichtiger Schritt für mich und eine sehr gute Entscheidung. Ich weiß bis heute nicht genau, wie ich sie getroffen habe, aber ich habe es getan. Die richtige Anpassung begann dann in Deutschland, wo das Niveau wirklich absolut professionell wurde. Ein Stück weit war das auch schon in der Nationalmannschaft so, da ich mein Debüt bereits mit 16 Jahren gegeben habe. Ich war von großartigen Spielerinnen umgeben, die in tollen Vereinen spielten. Da habe ich die Professionalität gesehen und versucht zu analysieren: Was haben sie, das ich noch nicht habe, und was kann ich ändern, um auf dieses Niveau zu kommen?
Soccerdonna: Ein großer Sprung in deiner Karriere was der Wechsel von der slowenischen Liga in die Bundesliga – zwei völlig verschiedene Welten. Wo liegt der Unterschied in der Entwicklung des Frauenfußballs und dem Spielstil selbst zwischen der slowenischen Liga und der Frauen-Bundesliga?
Korina Janež: Ja, ich muss sagen, der Unterschied ist riesig. Die slowenische Liga hat leider nur etwa acht bis zehn Mannschaften, je nach Jahr, und nur die zwei oder drei besten sind okay. Aber selbst die sind nicht mit der ersten oder zweiten Bundesliga in Deutschland vergleichbar. Der Sprung ist also ziemlich groß, besonders wenn es um Schnelligkeit, Taktik und Entscheidungsfindung geht. Auf einem gewissen Niveau kann jeder Fußball spielen, jeder hat die Technik, jeder kann bestimmte Dinge. Es hängt einfach davon ab, wie mental stark du bist, wie schnell deine Entscheidungsfindung ist und wie fit du körperlich bist. Das waren meiner Meinung nach die großen Unterschiede. Natürlich ist das Niveau der Professionalität in Deutschland enorm. Ich würde sagen, der deutsche Fußball ist sehr weit entwickelt, auch die Trainingsstrukturen. Die Funktionsteams hinter den Mannschaften sind viel größer, es gibt viel mehr Staff-Mitglieder. Der dritte Punkt sind die Trainingsplätze und die Infrastruktur der Vereine, die einfach viel, viel besser ist, was sich natürlich auch auf die Qualität des Fußballs auswirkt. Es war also ein großer Unterschied, und die ersten Dinge, die ich lernen musste, waren die Entscheidungsfindung und die Intensität.
Soccerdonna: Aber warum hast du dich speziell für den 1. FC Union Berlin entschieden und was hat diese Entscheidung beeinflusst?
Korina Janež: Meine Zeit bei RB Leipzig war vorbei. Ich hatte zwei wunderbare Jahre dort. Wir haben den Aufstieg in die erste Liga geschafft, ich habe in der ersten Liga gespielt und mein Debüt gegeben. Ich wollte den Verein wechseln, um etwas Neues auszuprobieren. Union Berlin war eine Chance mit einer vielversprechenden Zukunft. In dem Moment spielten sie noch in der Regionalliga Nordost und schafften den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Ich habe mich anfangs gefragt, ob ich einen Schritt zurückgehen will, um im Jahr darauf zwei Schritte nach vorne zu machen. Ich war mir anfangs nicht sicher, ob das die Entscheidung ist, die ich treffen möchte, da ich ja bereits in der ersten Bundesliga gespielt hatte. Aber letztendlich war es die perfekte Entscheidung, weil der Verein so eine großartige Möglichkeit bietet zu wachsen. Sie haben so viele Dinge richtig gemacht. Ich bin also ein Jahr länger in der 2. Bundesliga geblieben, um diese fantastische Meisterschaft möglich zu machen, und jetzt natürlich in der ersten Liga. Wir alle sehen die Fortschritte, die Union Berlin macht, daher denke ich, dass es absolut die richtige Entscheidung war. Natürlich ist auch die Stadt toll. Es ist ein Verein mit enormen Möglichkeiten, und für mich hat sich einfach alles richtig gefügt.
Soccerdonna: Das Jahr 2025 war unglaublich für dich. Getragen von deiner Spielintelligenz und deinen unglaublichen Fähigkeiten, zusammen mit einem auf Erfolg ausgerichteten Team, habt ihr das bisher beste Ergebnis des FC Union Berlin erzielt, den Aufstieg in die Bundesliga geschafft und die darauffolgende Saison auf Platz 9 der Tabelle beendet. Was passierte hinter den Kulissen? Mich interessiert, wie ihr eure Gegner vor dem entscheidenden Aufstiegsspiel analysiert habt. Was musstest du in deinem eigenen Spiel verbessern und inwiefern hat Ailien Poese dich und das gesamte Team geprägt, um im vergangenen Jahr solche beneidenswerten Ergebnisse zu erzielen?
Korina Janež: Ja, natürlich ist der Unterschied zwischen der zweiten und der ersten Liga ziemlich groß. Der Erfolg liegt darin, dass der Verein es in nur zwei Jahren von der Regionalliga in die Bundesliga geschafft hat. Das ist eine enorme Leistung, aber es bedeutete auch, dass viele Spielerinnen innerhalb von zwei Jahren sowohl in der dritten als auch in der ersten Liga gespielt haben, was ein riesiger Unterschied ist. Wir mussten also das Team, das schon da war, mit neuen Spielerinnen kombinieren, die das Team natürlich noch besser machen – denn Fußball ist ein Sport, in dem man immer bessere Spielerinnen braucht, um sich weiterzuentwickeln. Die erste Herausforderung bestand darin, uns in der Bundesliga zu etablieren, zu sehen, wie gut die anderen Teams sind, wo wir stehen und wie wir mit ihnen konkurrieren können. Die Spielanalyse lief über unseren Analysten und das Trainerteam. Sie haben die Spiele geschaut und uns Schlüsselpunkte mitgegeben, wo wir uns verbessern müssen und worauf wir achten müssen – sei es bei Ecken, Abseitsstellungen, all diese kleinen Dinge. Mein persönlicher Weg, den Gegner zu analysieren, war wahrscheinlich, mir einige ihrer Spiele anzusehen und zu überlegen, welche Dinge ich am besten gegen sie einsetzen kann – ihre Schwächen und meine Stärken, um diese beiden Komponenten zu kombinieren und das Beste aus dem Spiel herauszuholen. Aber um ehrlich zu sein: Es gibt zwar viel Input, aber manchmal muss man im Spiel auch einfach entspannt sein, im Moment bleiben und sein Ding durchziehen.
Soccerdonna: Blicken wir ein wenig auf deine Nationalmannschaftskarriere zurück. Du hast dein Debüt in der A-Nationalmannschaft mit gerade einmal 16 Jahren gegeben. Als so junge Spielerin musstest du dich an die Anforderungen der A-Nationalmannschaft anpassen, obwohl du eigentlich noch ein Kind warst und die Welt gerade erst mit anderen Augen zu sehen begann. Wie hast du es geschafft, dich mit 16 Jahren in der A-Nationalmannschaft einzufinden? Was musstest du an deinem Spielstil ändern?
Korina Janež: Zuallererst muss ich sagen, dass es die beste Erfahrung meines Lebens war, so jung berufen zu werden. Es war eine so große Ehre, dass ich gar nicht richtig realisieren konnte, was da passiert. Das Gute ist, dass wir ein kleines Land sind und uns alle untereinander schätzen. Es sind fast jedes Jahr dieselben Leute in der Nationalmannschaft, daher waren alle sehr nett und haben mich extrem schnell aufgenommen. Das hat auch meiner Leistung geholfen, denn es ist wichtig, dass man sich in einem Team wohlfühlt und gut akzeptiert wird. Das war ganz wichtig für mich. Und dann war ich irgendwie einfach ich selbst. Ich war respektvoll gegenüber den älteren Spielerinnen und wollte von ihnen lernen. Ich habe damals einige meiner Vorbilder gefragt: Was kann ich besser machen, wo sind meine Schwachstellen, was sollte ich in diesem Moment lernen oder trainieren? Ich habe auch mit den Trainern gesprochen, und sie haben mir Rückmeldungen gegeben, was ich tun könnte. Das war sehr hilfreich. Ich würde sagen, ich war für mein Alter schon recht reif, sodass ich wusste, wie man sich verhält und was dazugehört, um Profifußballerin zu werden. Ich war ziemlich reif, daher war es keine riesige Überraschung, es war einfach das nächste Level. Das war der Unterschied zwischen dem Punkt, an dem ich damals war, und dem, wo ich hinwollte. Durch den Input der anderen habe ich am meisten gelernt, die besten Informationen für mich herausgezogen und daraus gelernt.
Soccerdonna: Lass uns über dein erstes Tor für die Nationalmannschaft sprechen. Wie hast du dich gefühlt, als du in diesem Moment zur Heldin des Spiels wurde?
Korina Janež: Mein erstes Tor war eigentlich ein Treffer, der dann als Eigentor gewertet wurde, weil der Ball abgefälscht war. Es war ein Spiel, in dem ich mein Startelf-Debüt gegeben habe, was an sich schon großartig war. Für mich persönlich war es mein erstes Tor, und es war wunderschön, weil wir durch diesen Treffer alle gewonnen haben. Das beste Gefühl war einfach zu sehen, wie alle Spielerinnen auf mich zulaufen, mit mir feiern und sich für mich freuen, obwohl es am Ende ein Eigentor war. Mein zweites „erstes Tor“ war dann gegen Lettland, glaube ich, aus etwa 16 Metern. Ich kann mich genau erinnern, wie der Ball auf mich zukam und ich ihn in der linken Ecke versenkt habe. Das war ein unglaubliches Gefühl. Obwohl ich keine Stürmerin oder extrem offensive Spielerin bin – ich spiele zwar offensiv, aber nicht so weit vorne. Es war das Gefühl, als ob eine Last von meinen Schultern fällt: Okay, ich habe ein Tor geschossen, ich habe etwas beigetragen. Das war ein großer Erfolg für mich und ein fantastisches Gefühl.
Soccerdonna: Und was sind deine Pläne für die nächste Saison in der Bundesliga? Habt ihr die Chance, die Bundesliga zu gewinnen?
Korina Janež: Ich denke, die Bundesliga zu gewinnen, ist eine sehr große Ansage. Es gibt viele Vereine auf diesem Niveau, die noch viel besser sind als wir. Natürlich gibt es jedes Jahr für jeden Verein eine theoretische Chance zu gewinnen, aber man muss realistisch sagen, dass Bayern München kaum vom Thron zu stoßen ist. Das gilt auch für einige andere Vereine, die sehr viel Zeit und Geld in gute Spielerinnen investieren, um Meister zu werden. Mein persönlicher Plan ist es, uns etwas oberhalb des Mittelfelds der Tabelle zu etablieren. Und natürlich ist es mein wichtigstes persönliches Ziel, nach meiner Verletzung zurückzukommen, gesund zu bleiben, keine Knieprobleme mehr zu haben und ja, so viele Spiele wie möglich zu bestreiten, mein Spiel zu genießen und einfach nach dieser schweren Verletzung zurückzukehren. Was mich betrifft, ist es auch unser Plan, uns mit der Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Das sind die größten Ziele, direkt nachdem ich wieder gesund bin und einfach wieder anfange, Fußball zu spielen.
Soccerdonna:Was ist deine Botschaft an junge Mädchen, die gerade erst am Anfang ihrer Fußballkarriere stehen? Was müssen sie erreichen, müssen sie an ihrer mentalen und physischen Stärke arbeiten?
Korina Janež: Den jüngeren Mädchen würde ich einfach sagen: Genießt den Sport, verliebt euch in diesen Sport. Denn wenn du den Sport liebst, dann bist du bereit, sehr viele Dinge zu tun, um Profi zu werden. Das Wichtigste für Mädchen ist also, es einfach zu genießen, den Ball zu lieben, neue Tricks zu lernen, die lustigen Seiten des Fußballs zu genießen, das Team und alles andere. Wenn man dann älter wird und sich entscheidet, den Weg zum Profi einzuschlagen, muss man an der mentalen Stärke arbeiten. Natürlich sind körperliche Stärke und fußballerische Fähigkeiten wichtig, aber ab einem gewissen Punkt musst du mental so stark sein, da ist es völlig egal, welche Entscheidungen die Trainer treffen – du musst trotzdem stark bleiben. Wenn du einen schlechten Tag hast, musst du trotzdem stark sein. Du musst jeden Tag 200 Prozent geben, ganz egal, was in deinem Privatleben passiert. Seid also mental stark, achtet auf eure mentale Gesundheit, holt euch vielleicht sogar schon in jungem Alter einen Psychologen und sprecht über die Dinge, damit ihr eine Resilienz für die weitere Karriere aufbauen könnt. Denn am Ende, so wie sich der Fußball entwickelt, kann jeder den Ball jonglieren, Pässe spielen, sprinten, laufen und 90 Minuten durchhalten. Aber der Unterschied liegt am Ende im Kopf. Also ja, ab einem gewissen Alter muss man einfach viel für die mentale Gesundheit tun. Das ist meine Botschaft an die jüngeren Mädchen, ebenso wie den Sport zu genießen und nicht den äußeren Kreis über euren Weg entscheiden zu lassen, sondern nur euch selbst.
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