24.12.2019 - 13:48 Uhr | News | Quelle: Soccerdonna
Lena Petermann: Natürlich ist Druck vorhanden

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©1. FFC Turbine Potsdam

Sie trifft und trifft. Lena Petermann scheint in der Form ihres Lebens zu sein. Die deutsche Stürmerin ist eine der Stürmerinnen, die seit Wochen durch viele Tore immer wieder ins Blickfeld geraten. Soccerdonna hatte die Möglichkeit mit Lena über die verpasste WM und die Eingewöhnung in Montpellier zu sprechen.


soccerdonna: 2014 schossen Sie bei der U20 WM in der 98. Minute das entscheidende Tor zur Weltmeisterschaft. Seither sind Sie bekannt als „Mario Götze des Frauenfußballs“. Was ist das für ein Gefühl diesen Titel zu bekommen?


Lena Petermann: „Natürlich ist das ein super Gefühl. So ein Moment ist einfach einmalig.“


soccerdonna: Wie haben Sie die „Nicht-Nominierung“ zur WM wahrgenommen und wie hat Martina Voss-Tecklenburg Ihnen das mitgeteilt?


Lena Petermann: „Dadurch, dass ich leider seit Januar mit einer sehr hartnäckigen Fußverletzung zu kämpfen hatte, musste ich mich damit abfinden, dass es für eine WM leider nicht reichen würde, zudem die Verletzung nicht auskuriert war und mir ohnehin die Spielpraxis gefehlt hat. Ich war mit der Nationaltrainerin aber regelmäßig im Kontakt.“


soccerdonna: War die verpasste WM ein Faktor, warum Sie wechseln wollte?


Lena Petermann: „Nein, die WM hatte damit gar nichts zu tun. In Potsdam waren mein Freund und ich einfach nicht glücklich.“


soccerdonna: Wann kam Montpellier auf Sie zu und wie schnell konnte der Wechsel vollzogen werden?


Lena Petermann: „Der Kontakt kam bereits in der Winterpause über meinen Berater Dr. Tim Nebelung zustande, jedoch war es von da an ein sehr langwieriger Prozess, da ich noch Vertrag hatte, verletzt war und Potsdam mich nicht gehen lassen wollte.“


soccerdonna: Hat sich Potsdam bemüht, den Wechsel zu verhindern?


Lena Petermann: „Ja, allerdings.“


soccerdonna: Was ist das für ein Gefühl, wenn ein Verein Ablöse bezahlt hat?


Lena Petermann: „Man kann ja schon sagen, dass es heutzutage zum Fußball dazugehört und da sich auch der Frauenfußball in den letzten Jahren weiterentwickelt hat, wird sich dieses in den nächsten Jahren auch im Frauenfußball etablieren. Wenn ein Verein in dieser Größenordnung Ablöse zahlt, ist es natürlich auch ein gewisser Druck, denn man will es dem Verein ja auch irgendwie zurückzahlen.“


soccerdonna: Haben Sie sich mittlerweile eingelebt in Montpellier?


Lena Petermann: „Ich fühle mich hier sehr, sehr wohl. Die Stadt ist super schön, das Wetter stimmt, der Strand ist nicht weit weg – was will man mehr. Zudem schätze ich den neuen Trainer und die Mannschaft bei Montpellier sehr.“


soccerdonna: Gibt es Unterschiede in den beiden Ligen?


Lena Petermann: „Wie gesagt, die Stadt und das drum herum gefällt mir sehr gut. Der Verein ist sehr familiär, was für mich auch sehr, sehr wichtig ist. Jeder kennt jeden, jeder grüßt jeden - es ist eine super Atmosphäre im Verein. Ich würde sagen, dass sich das Training nicht groß unterscheidet – insgesamt würde ich sagen, dass es im Training hier aber mehr "zur Sache geht".“


soccerdonna: Wie ist das Team?


Lena Petermann: „Das Team ist super. Insgesamt ein recht junges Team, technisch sehr versiert, mit enorm viel Potenzial. Jede einzelne hat mich super aufgenommen. Allen voran der Trainer, der mich richtig aufgebaut hat.“


soccerdonna: Mit Lisa Schmitz ist sogar eine ehemalige Mitspielerin in Montpellier. Machte es die Eingewöhnungszeit leichter?


Lena Petermann: „Na klar, es ist immer gut, wenn man in eine neue Mannschaft kommt und bereits jemanden kennt – das macht alles auf jeden Fall um einiges leichter. Wir verstehen uns sehr gut und machen auch viel zusammen.“


soccerdonna: Vielen Dank und fröhliche Weihnachten!



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