16.11.2025 - 15:50 Uhr | News | Quelle: sd | von: eb
SC Sand ringt Bundesligist Köln nieder

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©Herforder SV
Der SC Sand hat im DFB-Pokal erneut für ein Ausrufezeichen gesorgt. In der heimischen ADAMS Arena bezwang der Tabellenführer der 2. Bundesliga den favorisierten 1. FC Köln mit 3:2 und steht damit im Viertelfinale. Vor stimmungsvoller Kulisse entwickelte sich von Beginn an ein intensives Pokalduell, in dem die Sanderinnen ihre gesamte Widerstandskraft und Tempostärke auf den Platz brachten und Köln trotz drückender Phasen immer wieder ins Wanken brachten.

Furioser Sand-Start – Köln antwortet sofort

Der Pokalschreck aus der Ortenau erwischte die Gäste eiskalt. Noch war nicht jeder Zuschauer:in auf seinem Platz, da setzte Leni Fischer Sands pfeilschnelle Angreiferin Kim Schneider mit einem Steilpass in Szene (2.). Schneider blieb abgeklärt, spitzelte den Ball an FC-Keeperin Irina Fuchs vorbei – 1:0 Sand. Die frühe Führung befeuerte den Offensivmut der Gastgeberinnen weiter, die Köln mehrfach ins Laufen zwangen.

Doch der FC fand eine schnelle Antwort: Über links brach Pauline Bremer durch, ihre Hereingabe verwertete Anna-Lena Stolze wuchtig zum 1:1 (8.). Die Partie war spätestens jetzt ein offener Schlagabtausch.

Sand bleibt giftig – Köln kämpft um Kontrolle

Während Köln versuchte, Ruhe und Struktur in die eigenen Aktionen zu bringen, blieb Sand beeindruckend zielstrebig. Immer wieder sorgten Alana Murphy, Schneider und Pija Reininger für gefährliche Nadelstiche und genau so fiel das 2:1: Ein präziser Diagonalball der australischen Nationalspielerin Murphy fand Reininger, die Fuchs umkurvte und einschob (22.).

Aber Köln steigerte sich, suchte über lange Bälle und Standards die Wende – erfolgreich: Nach einer Ecke nahm Celina Degen den Ball technisch stark mit der Brust an und hämmerte ihn zum 2:2 in die Maschen (38.). Bis zur Pause verteidigte Sand leidenschaftlich, während Köln immer mehr Druck aufbaute.

Der FC dreht auf, doch Sand trifft

Köln kam mit viel Schwung aus der Kabine. Ein Kopfball von Weronika Zawistowska landete an der Latte, wenig später köpfte auch Marina Hegering einen Eckball ans Aluminium. Der Führungstreffer für den Bundesligisten lag in der Luft- Sand wankte, aber fiel nicht.

Und wie so oft im Pokal bestraft der Underdog verpasste Chancen: Leni Fischer fasste sich aus rund 18 Metern ein Herz und traf abgefälscht zum 3:2 (66.).

Köln rennt an – Sand verteidigt mit Herz

In der Schlussphase warf Köln alles nach vorne. Schüsse von Laura Feiersinger, Martyna Wiankowska und Hegering rauschten nur knapp vorbei oder wurden von Sands Torhüterin Jule Baum entschärft. Der FC stand phasenweise mit allen Feldspielerinnen in der gegnerischen Hälfte, während Sand tapfer verteidigte und immer wieder Entlastung suchte.

Nach 94 hochintensiven Minuten war die Überraschung perfekt: Der SC Sand jubelte über einen leidenschaftlich erkämpften 3:2-Sieg und den Einzug ins Viertelfinale gegen einen FC, der trotz klarem Chancenplus die eigenen Möglichkeiten zu wenig nutzte.

Ausblick

Für Sand geht es am 23. November in der 2. Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt II weiter, bevor ein Testspiel beim FC Basel ansteht. Köln hingegen muss nach dem Pokal-Aus schnell wieder in den Liga-Modus schalten und wird sich vor allem die eigenen liegengelassenen Torchancen ankreiden.

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