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13.02.2026 - 18:00 Uhr | News | Quelle: sd | von: Stefan Wallaschek
Unterschiedliche Ziele, gleicher Druck: Die Rückrunde für Bayern, Frankfurt und Essen

©Liga F
FC Bayern München – Dominanz verpflichtet
17 Spiele, 49 Punkte, keine Niederlage, ein Torverhältnis von 67:5. Der FC Bayern München spielt bislang eine nahezu makellose Saison. Die Defensive wirkt unüberwindbar, die Offensive effizient und variabel. National ist Bayern derzeit das Maß aller Dinge. Doch nationale Dominanz reicht nicht mehr aus.
Die Münchnerinnen haben sich als Vierter der Gruppenphase direkt für das Viertelfinale der Champions League qualifiziert. Dort wartet entweder Atlético Madrid oder Manchester United – mit der besonderen Note, dass Lea Schüller im Winter nach Manchester gewechselt ist. Es wäre nicht nur sportlich ein hochspannendes Duell.
Der Maßstab für Bayern liegt nämlich inzwischen nicht mehr nur beim Erreichen des Viertelfinales. Er liegt bei FC Barcelona, Chelsea FC und bei OL Lyonnes, um sich dauerhaft in der europäischen Spitze zu etablieren und zu zeigen, dass man als FCB nicht nur mithalten, sondern diese Teams auch schlagen kann.
Der Wintertransfer von Edna Imade deutet an, wohin die Reise gehen soll. Zwei Tore in zwei Spielen sind ein vielversprechender Auftakt, vor allem, weil sie dem Angriff zusätzliche Dynamik und Durchsetzungsfähigkeit verleiht.
Sollte die Saison erneut ohne Halbfinale oder gar Finalteilnahme enden, wird die Diskussion unausweichlich: Reicht die aktuelle strategische Ausrichtung? Muss der Kader noch breiter, noch internationaler, noch variabler werden? Nationale Titel sind inzwischen beim FCB die klare Erwartungshaltung, doch Erfolg in Europa ist die eigentliche Messlatte.
Eintracht Frankfurt – Wohin geht’s?
Ganz anders ist die Lage bei Eintracht Frankfurt. Noch in der vergangenen Saison stand die SGE als Herbstmeister an der Spitze. Jetzt rangiert sie nach 16 Spielen mit 27 Punkten nur auf Platz sechs. Das Torverhältnis von 37:30 spricht Bände: offensiv durchaus produktiv, defensiv jedoch immer wieder anfällig.
Die Saison verläuft bislang inkonstant. Niederlagen gegen Nürnberg oder Hoffenheim, Siege gegen Werder und Leverkusen – Frankfurt ist schwer greifbar geworden. Das klare 4:0 im Viertelfinal-Hinspiel gegen FC Nordsjælland im Europacup zeigt zwar, welches Potenzial im Team steckt. Doch in der Liga fehlt die Stabilität, um dauerhaft oben mitzuspielen.
Der Rückstand auf Bayern und Wolfsburg mit zehn Punkten ist beträchtlich. Damit verdichtet sich alles auf Rang drei – und die damit verbundene Chance auf die erneute Qualifikation für die Champions League. Alles darunter wäre sportlich wie strukturell ein Rückschritt. Zusätzlichen Druck erzeugen personelle Fragen. Mit Géraldine Reuteler, Remina Chiba und Nicole Anyomi laufen zentrale Offensivverträge aus. Gerade im Sturm ist die Zukunft damit offen. Bleibt die sportliche Perspektive unklar, könnte sich der Handlungsdruck im Sommer verschärfen.
Die Rückrunde wird für Frankfurt zur Standortbestimmung: Ist die SGE weiterhin dritte Kraft – oder droht sie in einem enger werdenden Verfolgerfeld den Anschluss zu verlieren? Der Druck ist nicht nur tabellarisch, sondern trifft auch die Zukunft des Teams.
SGS Essen – Durchhalten und kämpfen
Während Bayern um internationale Relevanz und Frankfurt um strukturelle Stabilität ringt, geht es bei der SGS Essen um weit grundlegendere Fragen. Platz 12, nur zehn Punkte bei zwei Siegen und ein Torverhältnis von 13:38 – die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Essen steht mitten im Abstiegskampf.
Der Saisonstart verlief enttäuschend, die sportliche Entwicklung stagnierte früh. Im Oktober zog der Verein die Konsequenzen: Trainer Thomas Gerstner und Teamchef Robert Augustin mussten gehen. Seit dem 1. Januar 2026 steht mit Heleen Jaques eine neue Trainerin an der Seitenlinie. Der Neustart sollte Stabilität bringen – doch der Rückrundenauftakt verlief ernüchternd.
Gegen Union führte Essen bereits 2:0 und verlor dennoch mit 2:4. Gegen die direkten Konkurrentinnen aus Hamburg kassierte man in der Nachspielzeit per Elfmeter den entscheidenden Gegentreffer zum 1:2. Es sind genau diese Spiele, die über Klassenverbleib oder Absturz entscheiden.
Dabei geht es für Essen um weit mehr als Tabellenplätze. Die SGS ist seit 2004 durchgehend Teil der Bundesliga und der einzige reine Frauenfußballverein in der Liga. Sie steht für Kontinuität und für Nachwuchsarbeit auf höchstem Niveau. Namen wie Lea Schüller, Lena Oberdorf, Nicole Anyomi oder Carlotta Wamser sind untrennbar mit der Essener Talentschmiede verbunden und zeugen von der exzellenten Arbeit, die die SGS für den deutschen Frauenfußball leistet. Ein Abstieg hätte nicht nur sportliche Folgen. Er würde strukturell und finanziell einschneiden – und ein Stück Pionierarbeit im deutschen Frauenfußball gefährden. Für die neue Trainerin, für die Mannschaft und für den gesamten Verein geht es in dieser Rückrunde deshalb um nahezu alles.
Diese drei Beispiele stehen exemplarisch für unterschiedliche Formen von Erfolgsdruck unter den Bundesligisten: struktureller Titelanspruch der Münchnerinnen, Selbstbehauptung und Zukunft des Teams in Frankfurt und die Zukunft des Vereins bei Essen. Die zweite Saisonhälfte wird in der Hinsicht vieles bringen, was gegenwärtig noch ungeklärt ist und dies in sportlicher, personeller und strategischer Hinsicht. Abzuwarten bleibt, welche der drei Teams damit am besten und souveränsten umgehen kann.
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