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11.12.2022 - 18:17 Uhr | News | Quelle: dpa
Turbine Potsdam hofft weiter: «Glaube an Klassenerhalt muss da sein»

©1. FFC Turbine Potsdam
Bei Turbine Potsdam sitzt in diesem Jahr das Abstiegsgespenst unterm Weihnachtsbaum. Mit der neunten Niederlage in Serie beim 0:3 bei Eintracht Frankfurt verabschiedete sich das Schlusslicht der Frauen-Bundesliga mit lediglich einem Punkt in die Winterpause. «Kämpferisch war es in Ordnung, wir sind nicht auseinandergebrochen», versuchte Wibke Meister auf Magentasport noch etwas Positives aus der Niederlage mitzunehmen.
In den 90 Minuten der Partie am Freitagabend, die vor gut einem halben Jahr noch ein Endspiel um die Champions-League-Teilnahme war, lief bei den Potsdamerinnen im Offensivspiel so gut wie gar nichts zusammen. Defensiv verkaufte sich der Tabellenletzte hingegen so gut es eben derzeit geht.
Das größte Problem in der Potsdamer Talfahrt macht die 28 Jahre alte Abwehrspielerin Versäumnisse im Sommertraining aus. «Wir haben keine Grundlagen gelegt in der Vorbereitung der Saison», kritisiert Meister den damaligen Trainerstab um den nach dem sechsten Spieltag entlassenen Chefcoach Sebastian Middeke. Außerdem trägt ihrer Meinung nach die lange Ausfallliste ihren Teil zur Krise an der Havel bei. «Aufgrund der vielen Verletzten können wir kaum vernünftig trainieren», sagt Meister.
Und auch um die Seelenlage ist es bei Turbine angesichts der sportlichen Situation nicht gut bestellt. «Das greift uns alle an. Wir versuchen da so gut wie möglich durchzukommen, positiv zu bleiben», gibt Meister ein Blick ins Innere des Teams preis. «Aber wenn man nur einen Punkt nach zehn Spielen hat, dann muss man nicht sehr helle sein, dass es für uns schwierig ist.»
Den Klassenerhalt hat Meister dennoch nicht aufgegeben. «Der Glaube muss da sein, sonst bräuchten wir gar nicht mehr spielen.» Eine Woche arbeitet die Mannschaft noch in Potsdam im Training, ehe es in die Weihnachtspause geht. Am 5. Februar startet Turbine dann zuhause gegen Bayern München in die Rückrunde.
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