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24.01.2026 - 15:20 Uhr | News | Quelle: sd | von: Jan Klein Reesink
Zittern bis zum Ende: Köln belohnt sich gegen Freiburg

©IMAGO
Abtasten bei strahlendem Sonnenschein
Die Partie begann bei bestem Fußballwetter, direkt schwungvoll. Taktisch begegneten sich zwei klare Philosophien. Kölns-Trainerin Britta Carlsson (verlängerte unter der Woche bis 2028) setzte auf ein klassisches 4-4-2, während Freiburg-Trainer Edmond Kapllani im 4-2-3-1-System die Räume im Zentrum verdichten wollte.
Nach einer energischen Anfangsphase der Kölnerinnen, in der vor allem Flügelstürmerin Anna-Lena Stolze immer wieder über die linke Seite durchbrach, übernahm Freiburg nach etwa zehn Minuten die Spielkontrolle. Die Breisgauerinnen kombinierten sich gefällig durch die Linien, doch der letzte Pass blieb oft zu ungenau. Nichtsdestotrotz blieben die Kölnerinnen immer wieder durch glänzende Passkombinationen gefährlich. Besonders die zweite FC-Spitze Zoë Hasenauer glänzte durch ihre Ballgewandtheit und Ruhe am Leder. Nach langer Verletzungspause ein wichtiges Spiel für den US-amerikanischen Sommer-Neuzugang vom dänischen Klub Odense Boldklub Q.
Wiankowska vom Punkt
Ab der 30. Minute fand der FC wieder besser in die Spur. Nach einer kurzen Freistoßvariante verzog Stolze nur knapp (33.). Fast im Gegenzug die Riesenchance für Freiburg, doch Kölns Defensive blieb im Verbund stabil. In der 42. Minute dann die spielentscheidende Szene: Nach einem Handspiel im Strafraum zeigte die Unparteiische auf den Punkt. Martyna Wiankowska übernahm Verantwortung und verwandelte flach rechts unten zur 1:0-Pausenführung.
Überzahl und vergebene Großchancen
Im zweiten Durchgang drückte Köln auf die Vorentscheidung. Die Top-Torjägerin Sandra Jessen hatte einen gefährlichen Schuss, aber bei ihr fehlte heute etwas das Abschlussglück (49.). Wie bereits über große teile des ersten Durchgangs war auch im zweiten Abschnitt Köln die balldominantere Mannschaft. Zu Beginn ging auch wieder viel über die linke Flügelspielerin Anna-Lena Stolze. In der 65. Minute schwächte sich Freiburg selbst: Nach einem wiederholten Foulspiel sah die SCF-Rechtsverteidigerin Nia Szenk die Gelb-Rote Karte.
In Überzahl erspielte sich der FC Chancen, ließ aber die nötige Kaltschnäuzigkeit vermissen. Die größte Möglichkeit bot sich in der 84. Minute: Nach einer glänzenden Vorarbeit von Jessen musste die mitgelaufene Flügelstürmerin Weronika Zawistowska den Ball nur noch ins leere Tor einschieben, setzte das Leder jedoch völlig freistehend über den Querbalken. Auf Seiten der Gästinnen erlebte die im vergangenen Jahr so auffällige Stürmerin Leela Egli einen eher glücklosen Nachmittag und blieb weitestgehend unsichtbar.
Drama in der Nachspielzeit
Als alles nach einem knappen Heimsieg aussah, wurde es noch einmal hektisch. In der Nachspielzeit sprach das Schiedsrichtergespann um Lara Wolf Freiburg einen Elfmeter zu. Eine Flanke von links wird geschickt auf Freiburgs-Kapitänin Lisa Karl verlängert, die kurz vor dem Tor von der herauseilenden FC-Torhüterin Irina Fuchs abgeräumt wird. Die SC-Jubilarin (200. Pflichtspiel für Freiburg) hätte zur Matchwinnerin werden können, doch ihre Mannschaftskollegin Luca Birkholz tritt an, schießt aber völlig unplatziert nach rechts. Fuchs hat die richtige Ecke und kann den Ball relativ problemlos abwehren.
Kurz darauf pfiff die Schiedsrichterin Lara Wolf ab. Der Jubel auf Kölner Seite war riesig, während Freiburg der vergebenen Last-Minute-Chance hinterhertrauert. Somit überholen die Kölnerinnen die Freiburger in der Tabelle und springen auf Rang sechs, nur noch zwei Punkte vom Tabellendritten Werder Bremen und damit der Champions League -Qualifikation entfernt. Allerdings bestreiten alle Teams vor dem "Effzeh noch ihre Partien.
Am kommenden Spieltag reisen die Freiburgerinnen zum Hamburger SV (01.02.26, 14 Uhr). Für die Kölnerinnen geht es am Tag darauf zum Tabellenzweiten nach Wolfsburg (02.02.26, 18:00 Uhr).
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