29.12.2025 - 16:30 Uhr | News | Quelle: dpa/sd
Bayern-Torjägerin Schüller wechselt zu Manchester United

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©FC Bayern München
Mit 28 Jahren und in einer sportlich schwierigen Situation wagt Lea Schüller etwas Neues. Die DFB-Torjägerin spielt künftig erstmals im Ausland. Warum macht sie das?

Nationalstürmerin Lea Schüller verlässt den FC Bayern München und wechselt zum 1. Januar zu Manchester United. Dies bestätigten beide Clubs. In England erhält die 28-Jährige einen Vertrag bis 2029. Schüller zieht damit auch die Konsequenzen aus ihrer unbefriedigenden Situation bei den Bayern-Fußballerinnen und in der DFB-Auswahl.

«Die Mannschaft und der Verein waren immer wie eine zweite Familie für mich, ganz egal in welcher Saison. Hier haben sich so enge Freundschaften entwickelt, die für immer bleiben werden. Daher ist es besonders schwer, nun den Schritt zu gehen und meine Heimat, meine Freunde und meine Familie zu verlassen», sagte Schüller in der Mitteilung des FC Bayern.

Vertrag wäre im Sommer ausgelaufen

Die Angreiferin war im Sommer 2020 von der SGS Essen nach München gewechselt. Ihr Vertrag bei den Bayern wäre am Saisonende ausgelaufen, über die Ablöse machten die beiden Vereine keine Angaben. Wettbewerbsübergreifend bestritt Schüller 181 Spiele für den FCB und erzielte dabei 104 Tore, viermal gewann sie die deutsche Meisterschaft und einmal den Pokal.

«Lea hat die bislang erfolgreichsten Jahre unserer Mannschaft mitgestaltet und geprägt. Mit ihrer beeindruckenden Torquote und ihrem Einsatz hat sie in fünfeinhalb Jahren maßgeblich zu unseren Erfolgen beigetragen», sagte Bianca Rech, Direktorin Frauenfußball beim FC Bayern.

Stammplatz im DFB-Team verloren

Deutschlands Fußballerin des Jahres 2022 war zuletzt nicht mehr regelmäßig erste Wahl in der Mannschaft von Trainer José Barcala. Mit einem Wechsel will die 82-malige Nationalspielerin (54 Treffer) auch ihre Position in der Auswahl von Bundestrainer Christian Wück verbessern. Dort hatte Schüller während der EM ihren Platz an Giovanna Hoffmann verloren. Nachdem sich die Leipzigerin einen Kreuzbandriss zugezogen hat, bevorzugte Wück zuletzt Frankfurts Nicole Anyomi als Sturmspitze.

Kurios: Für die Bayern könnte es ein schnelles Wiedersehen mit Schüller geben, denn Manchester ist im neuen Jahr ein potenzieller Viertelfinal-Gegner in der Champions League. Der Wechsel der Angreiferin hatte sich angedeutet. Nach dem letzten Spiel des Jahres beim 3:0 in Leverkusen konnte Schüller zwar nicht mitwirken, applaudierte danach aber unter Tränen den Bayern-Fans.

Manchester United ist derzeit Tabellenvierter der Women's Super League, die vom Lokalrivalen Manchester City mit den deutschen Nationalspielerinnen Sydney Lohmann und Rebecca Knaak angeführt wird.

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