25.08.2021 - 18:19 Uhr | News | Quelle: Katja Sturm, dpa
Eintracht-Fußballfrauen träumen von Champions League

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©1. FFC Frankfurt
Mit dem «Traum von einem Champions-League-Platz vor Augen» startet Frauenfußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt in die neue Saison. Vier Tage vor dem Auftakt am Sonntag (13.00 Uhr) gegen den SC Sand wollten sich aber weder Sportdirektor Siegfried Dietrich noch Cheftrainer Niko Arnautis oder Eintracht-Vorstand Axel Hellmann darauf festlegen lassen, dass der Tabellensechste der vergangenen Spielzeit den dafür notwendigen dritten Rang schon diesmal erreichen soll. Die Zielvorstellung kommt von Dietrich.

«Wir wollen besser werden und weiter vorne landen», betonte Dietrich, der sich im Juli nach einer längeren Auszeit aus gesundheitlichen Gründen wieder zurückgemeldet hatte. Das Potenzial dafür sei da. «Wir sind trotzdem gut beraten, der Mannschaft nicht zu viel Druck zu machen.»

Die Entwicklung sei langfristig angelegt. Dafür steht laut Hellmann auch, dass Arnautis seinen Vertrag während der Vorbereitung vorzeitig bis 30. Juni 2024 verlängerte. «Es gibt keinen Pflichttabellenplatz», bestätigte der Jurist. «Wichtig ist, dass das Team den zu uns passenden authentischen, leidenschaftlichen Fußball spielt.»

Der Kader um Toptorjägerin Laura Freigang und Nationalkeeperin Merle Frohms wurde für das zweite Jahr nach der Fusion des langjährigen Frauenfußball-Topclubs 1. FFC Frankfurt mit dem Männer-Bundesligisten Eintracht verstärkt. Die niederländische Nationalspielerin Siri Worm in der Defensive, die deutsche Auswahlstürmerin Nicole Anyomi und Nachwuchstorfrau Hannah Johann sind neu im Kader.

Die sechswöchige Vorbereitung absolvierten Arnautis und seine Spielerinnen auf dem Gelände der WM-Arena im Stadtwald und damit unter optimalen Bedingungen. «Wir haben ein neues System einstudiert, um unberechenbarer zu werden», erklärte der 41-Jährige. Mit dieser neuen Qualität soll das Team an die Leistungen anknüpfen, die es vor allem beim mit 0:1 erst in der Verlängerung verlorenen Pokalfinale gegen den VfL Wolfsburg zeigte. «Da haben wir gezeigt, was wir wirklich können», sagte Dietrich. Ansonsten habe man in dem einen oder anderen Spiel ein paar Punkte liegen lassen, «aber die Mannschaft ist unheimlich gewachsen».

Kapitänin Tanja Pawollek, die beim Endspiel in Köln einen Kreuzbandriss erlitt, steht ebenso wie Geraldine Reuteler und Lea Schneider verletzungsbedingt vermutlich erst in der Rückrunde wieder zur Verfügung. Die Spielführerin ist trotzdem in ihrem Amt geblieben.

Für das erste Heimspiel sind knapp 1050 Zuschauer zugelassen. Mit deren Leidenschaft und Emotionen, sagte Arnautis, wolle man gleich einen guten Start erwischen: «Die Mädchen sind hungrig auf Erfolg.» Und der Traum von der Königsklasse? «Der lebt.»

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