11.02.2020 - 15:22 Uhr | News | Quelle: Soccerdonna
FC Bayern ist und bleibt immer eine der besten Mannschaften europaweit

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©SGS/Gehrmann
Lea Schüller wechselt zum FC Bayern München. Ein doch überraschender Transfer. Spielte sich Lea Schüller während der Weltmeisterschaft 2019 in den Fokus einiger Topteams in Europa. Soccerdonna.de hatte die Möglichkeit im Zuge des Wechsels ein Kurzinterview mit der noch amtierenden Essenerin zu führen. Warum die Offensiv-Allrounderin und deutsche Nationalspielerin zum FC Bayern München wechselt und was sie in den kommenden Jahren noch erreichen will und mehr beantwortete sie uns.

soccerdonna: Was hat dich bewegt zu einem „Konkurrenten" innerhalb der Bundesliga zu wechseln?

Lea Schüller: Nach 6 Jahren SGS Essen wollte ich mich verändern und den nächsten Schritt in meiner Karriere gehen.


soccerdonna: Denkst du der FC Bayern schafft es auf Dauer, wieder Titel zu holen?

Lea Schüller: Das ist der Grund weshalb ich beim FC Bayern unterschrieben habe. Der FC Bayern ist und bleibt immer eine der besten Mannschaften europaweit.


soccerdonna: Wo siehst du dich und wo den FC Bayern in den nächsten fünf Jahren?

Lea Schüller:Für mich sind die nächsten drei Jahre entscheidend. Ich will um den Titel spielen und weiter internationale Erfahrung sammeln.


soccerdonna: Mit dem Wechsel zum FC Bayern hast du dich bewusst entschieden in der Bundesliga zu bleiben, obwohl Ligen wie Frankreich oder England deutlich populärer sind. Warum bist du dann doch in Deutschland geblieben?

Lea Schüller: Ich glaube, dass es im Hinblick auf die EM im nächsten Jahr, der richtige Schritt ist mich hier in Deutschland in den Vordergrund zu spielen. Frankreich sehe ich nicht stärker. In England sind die Strukturen seid dieser Saison gelegt. Es bleibt abzuwarten was der DFB im Frauenfußball verändert.


soccerdonna: Wo siehst du die Bundesliga im Vergleich zu Frankreich, Spanien, Italien und England?

Lea Schüller: Die Liga in England ist von den Namen und Strukturen her interessant geworden. Dort ist der Grundstein gelegt. Alle anderen Ligen müssen nachlegen. Sonst wechseln bald, wie im Männerfußball, die Top Spieler auf die Insel.


soccerdonna: Wie stehst du zur Champions League Reform und glaubst du, dass ein dritter Qualifikationsplatz Deutschland international wieder attraktiver macht?

Lea Schüller: Auf jeden fall ein Fortschritt, der dritte Platz gibt vielen Vereinen die Chance, sich international zu qualifizieren.


soccerdonna: Der reine Frauenfußballverein ist nahezu am Aussterben. Vereine wie die SGS sind seltener geworden. Immer wieder drängen Lizenzvereine auf den Markt. Ist das eine positive Entwicklung?

Lea Schüller: Wenn das bedeutet, dass es dem Frauenfußball mehr Zuschauer bringt, die Spielerinnen besser bezahlt werden und die Trainingsbedingungen sich verbessern, dann ist das positiv.


soccerdonna: Glaubst du, dass der DFB bisher die richtigen Schritt eingeleitet hat, um die Bundesliga attraktiver zu machen?

Lea Schüller: Das kann ich nicht beurteilen. Das kann man erst in einigen Jahren beurteilen.


soccerdonna: Als amtierende Nationalspielerin schauen viele junge Mädchen zu dir hinauf. Welche Worte würdest du einer jungen Spielerinnen mit auf den Weg geben, die von eine Profikarriere träumt?

Lea Schüller: Seperates Training und Eigenmotivation gehören auf jeden fall dazu. Lasst euch nicht einreden, dass es ein Männersport ist und kommt zu unseren Spielen.


soccerdonna: Schildere uns doch einmal deine Gefühlslage, als du im Wembley-Stadion gegen England dabei warst?

Lea Schüller: Wembley war gigantisch. Wenn man die Bilder gesehen hat, dann kann man sich wohl vorstellen was für eine tolle Atmosphäre das war.


soccerdonna: Was sind abschließend deine Ziele mit der DFB-Elf? Könnt ihr 2021 um den Titel mitspielen?

Lea Schüller: Ich will in meiner Karriere immer das Maximum erreichen. Und das ist dann der Titel.



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