12.07.2023 - 17:21 Uhr | News | Quelle: dpa
Kleinherne wirbt für bessere Rahmenbedingungen im Frauenfußball

-
©IMAGO
Nationalspielerin Sophia Kleinherne hat kurz vor Beginn der Weltmeisterschaft für eine flächendeckende Verbesserung der Rahmenbedingungen im Frauenfußball geworben. «Ich finde es sehr schade, dass man es nicht schafft, mehr Frauen zu ermöglichen, dass sie sich auf den Beruf als Fußballerin fokussieren können», sagte die 23 Jahre alte Abwehrspielerin vom Bundesligisten Eintracht Frankfurt dem «Playboy».

Derzeit gebe es in der Bundesliga ein großes Gefälle zwischen den Topteams Bayern München, VfL Wolfsburg, Eintracht Frankfurt und TSG 1899 Hoffenheim, die den Großteil der Nationalspielerinnen stellen, und den anderen Mannschaften. Sie wolle sich mit ihren Auswahlkolleginnen daher dafür einsetzen, «dass Gehälter in der Frauen-Bundesliga angepasst werden und dass es möglichst zeitnah eine Art Grundgehalt gibt. Denn hier ist die Kluft zwischen den Vereinen einfach enorm.»

Kleinherne selbst ist froh, bei der Eintracht professionelle Strukturen vorzufinden. «Wenn ich mir vorstelle, dass ich nach acht Stunden Arbeit ins Training hetzen müsste, weil ich zwei Jobs gleichzeitig habe, um finanziell über die Runden zu kommen, wüsste ich auch nicht, wie ich meine Leistung jeden Tag abrufen soll», sagte sie.

Die DFB-Auswahl trifft bei der am 20. Juli beginnenden WM in Australien und Neuseeland in der Vorrunde auf Marokko, Kolumbien und Südkorea. Nach dem zweiten Platz bei der Europameisterschaft im Vorjahr möchte das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg um den Titel mitspielen. «Wenn man zu den Top-Mannschaften in Europa zählt, hat man auch die Chance, ganz oben bei einer Weltmeisterschaft mitzumischen. Es wird aber auf keinen Fall ein Selbstläufer», sagte Kleinherne.

Relevante News

06.02.2026 - 16:30 Uhr
Bundesliga: Scherbenhaufen nach erneuter Eskalation
Wie geht es weiter mit der Bundesliga der Fußballerinnen? Nach dem geplatzten Deal mit dem DFB steht die Liga vor neuen Verhandlungen und unklarer Zukunft...
weiterlesen
06.02.2026 - 13:00 Uhr
Bundesliga: DFB stoppt TV-Rechte-Verkauf
Fernsehsender und Medien-Unternehmen müssen warten: Der DFB verschiebt die Rechte-Auktion für die Bundesliga der Fußballerinnen. Das hat auch mit dem Stre...
weiterlesen
05.02.2026 - 17:30 Uhr
Frauen-Bundesliga: GmbH mit DFB geplatzt
Der DFB und die 14 Bundesligisten kommen einfach nicht zusammen, wenn es um Zukunft des Frauenfußballs geht. Die Clubs gehen ihren eigenen Weg. Die...
weiterlesen

Relevante Links

Diskutiere mit!

Bisherige Antworten zum Thema: 1.

» Jetzt mitdiskutieren!

Social Bookmarking

Auf Facebook teilen